Das Hörgerät
Das Hörgerät ist ein elektronisches Gerät zur Verbesserung des Hörvermögens bei Schwerhörigkeit. Für die erfolgreiche Anpassung des Hörgerätes äußerst wichtig ist zuerst die gründliche Beratung durch eine Fachkraft des Akustikerhandwerkes. Zudem spielt die unverbindliche Ausprobe eines Hörgerätes, die individuelle Anpassung des Ohrstückes und die individuelle Programmierung des Gerätes eine große Rolle. Geräte aus dem Versandhandel haben keine ausreichende Einstellmöglichkeit auf Ihren Hörverlust.
Die Hörgerätetechnik von heute ist so weit fortgeschritten, dass in jeder Preisklasse auch bei den so genannten Kassengeräten eine adäquate und für den Patienten zufriedenstellende Versorgung möglich ist.
Klicken sie zu genaueren Informationen hierzu auf den Link: Der Hörverlust
Bei einer Beeinträchtigung der Hörnerven und einer abweichenden kognitiven Gehirnleistung trifft dies nicht unbedingt zu. Es ist wichtig, eine frühzeitige Hörgeräteversorgung vorzunehmen, damit die soziale Integration und Kommunikation nicht verloren gehen. Denn so wird dem Abbau der kognitiven Fähigkeiten (Kurzzeitgedächtnis, Merkspanne) am wirkungsvollsten entgegen gewirkt. Das Hörgerät wird nach Art, Grad und dem Frequenzverlauf der Schwerhörigkeit angepasst.
Die Arten der Schwerhörigkeit unterscheidet man in neurale Schwerhörigkeit (Innenohrschwerhörigkeit), Schallleitungsschwerhörigkeit und eine Kombination aus beiden. Der Grad der Schwerhörigkeit kann von leichter Schwerhörigkeit bis nahezu Taubheit reichen. Beim Frequenzverlauf können verschiedenartigste Hörkurven auftreten. Der Hochtonhörverlust und breitbandige Verlauf sind die häufigsten Arten.
Ein Hörgerät kommt dann zum Einsatz, wenn hörverbessernde operative Eingriffe am Mittelohr, wie zum Beispiel die Tympanoplastik nach Prof. Dr. Wullstein, nicht angewendet werden können oder eine Operation bei Otosklerose ein zu hohes Risiko darstellt. Die Innenohrschwerhörigkeit ist durch operative Maßnahmen leider nicht zu beheben. Bei Durchblutungsstörungen des Innenohres (zum Beispiel bei einem Hörsturz) kann durch schnelle Hilfe und geeignete medizinische Maßnahmen oft eine Verbesserung erzielt werden. Länger anhaltende Durchblutungsstörungen wie z. B. bei starker Diabetis stellen Sonderfälle dar, da sie durch die komplexe Beeinflussung des Innenohres und des Gehirns eine verminderte Reizweiterleitung und Auflösung zur Folge haben. Das kann das Sprachverständnis mit Hörgerät etwas herabsetzen. Aus diesem Grund sollte die Erwartungshaltung bei diesem und ähnlichen Befunden (Altersdemenz) herabgesetzt werden. Hörgeräte bestehen aus Mikrofon, Verstärker und Hörer.
Mittlerweile sind sogenannte volldigitale Hörgeräte Standard (auch als Kassengeräte). Bei diesen Geräten werden die Signale des Mikrofons aufwendig digitalisiert, von einem Mikroprozessor sehr komplex verarbeitet und letztendlich analog wieder hörbar gemacht.
Diese Art des Hörgerätes hat den Vorteil, dass der Frequenzverlauf des Hörgerätes sehr genau auf den Träger angepasst werden kann. Hörgeräte gibt es in verschiedenen Bauformen.
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